Click thumbnail to enlarge Click thumbnail to enlarge Mako mit 8 Wochen jungen Bernersennenhunde- Welpen. Mmhh, die riechen aber gut. Sie müssen aber trotzdem noch gründlich von mir gereinigt werden. Ich habe ihnen auch noch so kleine Trick’s gezeigt. Zum Beispiel, wie mann Schlappohren stehen lassen kann... Ja, in diesem Alter glauben die mir noch alles!!! Am Dienstag 20.07.2010 um 5.00 Uhr in der Früh, sind wir zwei mit vollgepacktem Rucksack von unserem Zuhause losgelaufen. Nirgends Licht, ich habe den Eindruck, der ganze St.Margrethenberg schläft noch. Übers Fürggli geht es zur Alp Marola. Auch da schlafen alle noch. Wir sehen Füchse und Rehe, die sich nach der Morgenmahlzeit wieder in die Wälder zurückziehen. Am Aufstieg zur Alp Salaz sehen wir unser Ziel. Der Haldensteiner Calanda, noch soooo weit weg. Die Kuhhirten auf der Alp Salaz sind gerade dabei, die Kühe von der Weide in den Stall zu treiben, um sie zu melken. Da meine Wanderroute, die ich machen will nicht auf meiner Wanderkarte zu sehen ist, fragte ich den Hirten nach dem Weg. Dieser hat mir von meiner Route abgeraten. Es sei sehr steil und bei einigen Passagen müsse man noch klettern. Er hat mir den Weg über Planggen und Calandaluz zur Mastrilser Alp empfohlen. Dieser Weg führt über ein Tobel, wo uns dann auch die erste Gemse präsentiert. Angekommen auf der Mastrilser Alp, begrüsst uns ein Appenzeller Mischlingsrüde, sehr dominant und gar nicht freundlich. Ich nehme Mako aus der unangenehmen Situation heraus und sage dem Kerl auf meine Art, dass er besser abhauen soll. Was er dann auch macht. Weiter geht es zur Vazer Alp. Die Murmeltiere erwachen. Was Mako besonders fasziniert. Die kleinen Kerle haben sehr wenig Scheu und verziehen sich erst in ihre Löcher, wenn wir etwa  4-5 Meter an ihnen dran sind. Bei der Vazer Alp geht es über die Wolfegg, Richtung Calanda SAC Hütte hoch. Um 10.30 Uhr erreichen wir die SAC Hütte auf 2073 M.ü. Meer. Nach einer Rast und Sockenwechsel nehmen wir die letzten 723 Höhenmeter zum Gipfel in Angriff. Der Anstieg ist sehr steil und steinig. Wir erreichen Calandasiten. Von hier aus sehen wir das Calanda Gipfelkreuz. Ich ( Mako wahrscheinlich auch) spüren, dass die Luft etwas dünner wird. Mit dem Gipfel vor Augen, stecken wir das schwere Atmen und die schweren Beine locker weg. Nach einer kurzen Kletterpartie in atemberaubender, abfallender Höhe erreichen wir den Gipfel auf 2805 M.ü. Meer.  Was für ein Gefühl!!!  Umgeben von hunderten Berggipfel der Kantone St.Gallen und Graubünden, sowie von Lichtenstein und Österreich. Ein Panorama, dass ich mein ganzes Leben nicht vergessen werde. Mir wird wieder einmal klar, in was für einer wunderbaren Gegend wir wohnen dürfen. Natürlich trage ich Mako und mich ins Gipfelbuch ein. Wir machen Rast und beobachten etwa 50 Meter unter uns Steinböcke (Geissen) mit ihren Jungen.  Die Kleinen hüpfen in der Felswand herum, als hätten sie Saugnäpfe an den Füssen. Schweren Herzens müssen wir  uns, von „unserem“ Gipfel trennen, denn wir laufen die ganze Strecke wieder zurück. Um ca. 19.00 Uhr sind wir mit wundervollen Erinnerungen nach 14 Stunden (12 Stunden Laufzeit) , ca. 40 Kilometer und nach 1600 zurückgelegten Höhenmeter glücklich und müde Zuhause angekommen. Es war der schönste Tag, den ich mit Mako je erleben durfte. Er hat mir an diesem Tag wieder einmal gezeigt, was echte Laufhundequalitäten sind.  Da wird der blaue Zehennagel, der sich wahrscheinlich in den nächsten Tagen verabschieden wird, bald vergessen sein ;O)))